Geist-geleitet leiten?

Auf spirituelle und organisatorische Fragen dazu ließen sich über 80 Teilnehmende in Ilvesheim ein. Im Rahmen der Feier eines BibelTeilens zum Pfingstereignis hielt Dr. Peter Hundertmark einen inspirierenden Impulsvortrag, der gleich zu Beginn den Rahmen sprengte.

„Synodalität beginnt mit der Sitzordnung. Sie kennen das von den Bildern des Synodalen Prozesses in Rom.“ … und so wurde zuerst die Sitzordnung im Saal synodal kreisförmig umgestellt. Beim Blick in die Runde dann gleich die Frage: Sind alle Geistträger: innen beteiligt? – auch die Jungen, Bedürftigen oder Ausgestoßenen? –andere Konfessionen? – Sie alle gehören zum Gottesvolk. In ihnen allen spricht der Geist. - Wie gelingt es, dass sie alle gehört werden und all ihre Sprachen verstanden werden wie im Pfingstwunder? – z.B. durch begrenzte Redezeiten für alle gleich - auch Kleriker.
Schnell wird klar: Wir sind über Jahrhunderte anders geprägt. So etwas muss und kann noch geübt werden. Um das Ziel vor Augen zu haben und die Hoffnung nicht zu verlieren, macht es aber Sinn, so zu tun als ob wir es schon können würden. Der Referent nannte das „kontrafaktisch“ voranschreiten ähnlich, wie wir auch mit jungen Erwachsenen so umgehen als wären sie schon vollständig erwachsen. An dem Abend wird deutlich, dass die Wege, dies alles zu lernen, letztlich Umkehrwege oder Bekehrungswege sind.
Eine synodale Kirche wird immer mehr miteinander in Weggefährtenschaft auf Augenhöhe unterwegs sein und nach den Wegen suchen, die jeweils mehr dem Willen Gottes entsprechen. Von einer solchen Kirche träumen viele seit Langem – nicht zuletzt auch der Leiter der Diözesanstelle Rhein-Neckar, Matthias Rey, der an diesem Abend in die Altersteilzeit verabschiedet wurde.